Die Geologie der Wetterau und angrenzender Gebiete

Das Ausstellungsgebiet umfasst eine Beckenlandschaft, die von den Flüssen Nidda, Nidder, Horloff und Usa durchflossen wird. Ihre Fläche beträgt etwa 800 km². Zwischen dem Taunus im Westen und dem Vogelsberg im Osten erstreckt sie sich  ca. 40 km in nord-südlicher Richtung und ist durchschnittlich 20 km breit. Im Gegensatz zum sonst waldreichen Hessen ist der Wald fast völlig vom Ackerbau verdrängt. Dies ist einerseits auf die fruchtbaren Böden aus Löß zurückzuführen, die nach der Eiszeit im Windschatten des Taunus abgelagert wurden und andererseits schützt der Taunus vor den meist vorherrschenden Westwinden. Der Vogelsberg sorgt durch seine Einzelstellung für die notwendige Wasserversorgung bei der meist vorherrschenden Westwetterlage.

Geologisch ist die Wetterau die nördliche Fortsetzung des Oberrheingrabens, der durch die Kollision des afrikanischen Kontinents mit der europäischen Platte entstanden ist. In Folge der tertiären Absenkung bilden Kiese, Sande und Mergel die Beckenfüllung. Aus dem Vulkangebiet des Vogelsberges stammen die Basalte, die vor allem in der nördlichen und westlichen Wetterau anstehen. Während des anschließenden Pleistozäns wurden die Sedimentgesteine von teilweise sehr mächtigen Schichten aus Löß bedeckt.

Die geologischen Verhältnisse im Untergrund werden einerseits durch den von Süd nach Nord verlaufenden Grabenbruch, der von Südwest nach Nordost verlaufenden Taunus Südrandstörung und von den von Nordwest nach Südost verlaufenden Quarzgänge des Taunus beeinflusst. Sie sind also komplizierter, als die Oberfläche es vermuten lässt. Diese Schwächezonen sind auch eine Ursache des Auftretens des Vogelsbergvulkanismus. Geographisch beschreiben wir einen Raum zwischen Gießen im Norden, Frankfurt im Süden, Bad Homburg im Westen und Büdingen im Osten.

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